Das Projekt Eu fit – Junge Perspektiven für Irland, Polen, Recklinghausen

Das Projekt Eu fit wendet sich an Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren, die nach Beendigung ihrer Schullaufbahn an einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule bislang erfolglos eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle gesucht haben.
Durch einen Austausch nach Irland bzw. Polen soll den jungen Leuten die Chance eröffnet werden, neue Verhaltensmuster auszuprobieren und zu etablieren. Es soll ihnen ermöglicht werden, neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben und so ihr Selbstbewusstsein sowie ihre Persönlichkeit zu stärken.
Durch die neuen Sozial- und Handlungskompetenzen soll den Jugendlichen ein Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. Die Jugendlichen werden ermutigt ihre Flexibilität und Mobilitätsbereitschaft zu erweitern.


Der Austausch findet in drei Runden statt. Jede Runde gliedert sich in 5 Phasen:

1. Akquisition:
In dieser Phase können sich die Jugendlichen für das Projekt bewerben. Es werden doppelt so viele Teilnehmende aufgenommen, wie letztendlich in das jeweilige Gastland entsandt werden. Die Entscheidung welche Teilnehmenden in die Gastländer entsandt werden fällt im Rahmen der Vorbereitungsphase aufgrund der Fremdsprachenkenntnisse, der berufsbezogenen Persönlichkeit und des generellen Kompetenzportfolios das die Teilnehmenden mitbringen bzw. bereit sind sich im Rahmen der Vorbereitung zu erarbeiten.

2. Vorbereitung der Teilnehmenden:
Nach einer Überprüfung der Sinnhaftigkeit des Austauschprogrammes für die einzelnen Teilnehmenden und ob etwaige Grundkenntnisse der polnischen bzw. englischen Sprache vorhanden sind, werden die Teilnehmenden 8 Wochen lang auf den Austausch vorbereitet. Hierzu gehören das Sprachtraining sowie die Vermittlung kultureller Eigenheiten des Gastlandes. Die Vermittlung der Sprache erfolgt an 3 Tagen die Woche, das Interkulturelle Training an 2 Tagen.

3. Austausch:
Während des dreimonatigen Auslandsaufenthaltes durchlaufen die Teilnehmenden zunächst einen einmonatigen Sprach- und Landeskurs. Anschließend absolvieren sie ein zweimonatiges Betriebspraktikum in lokalen Betrieben (im zweiten Monat an drei, im dritten Monat an vier Tagen in der Woche). Der Betrieb wird, den Neigungen und Kompetenzen der Teilnehmenden entsprechend, durch einen vor Ort anwesenden Mitarbeiter des Trägerverbundes sowie die Mitarbeitenden des Partnerverbandes im Gastland gesucht. An den Tagen ohne Praktikum findet vertiefender Unterricht sowie sozialpädagogische Begleitung durch einen Mitarbeiter des deutschen Projektträgers statt. Dieser Mitarbeiter ist den Jugendlichen bereits aus der Vorbereitungsphase bekannt, ist per Handy für die Teilnehmenden und die Gastfamilien jederzeit erreichbar und spricht fließend die Sprache des Gastlandes. Die Teilnehmenden werden in Irland in Gastfamilien untergebracht werden. In Polen werden die Jugendlichen zunächst in einem Jugendgästehaus sowie ab dem 2. Monat nach Möglichkeit in Gastfamilien der Praktikumsbetriebe untergebracht.

4. Nachbereitung:
Nach dem Auslandsaufenthalt sollen die Teilnehmenden innerhalb eines Monats in entsprechende Anschlussmaßnahmen oder in Ausbildung bzw. Arbeit vermittelt werden. Das Erfolgserlebnis, sich drei Monate in einem fremden Land und einem anderen beruflichen Umfeld behauptet zu haben, soll in eine starke Motivation münden, sich eigeninitiativ und aktiv um die eigene berufliche Integration zu bemühen. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei durch Einzelgespräche und Gruppentrainings beim deutschen Projektträger. Neben Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen werden sie systematisch darauf vorbereitet die Erfahrungen des Auslandpraktikums gewinnbringend in Vorstellungsgesprächen einzubringen. Hierzu werden Selbstmarketingstrategien systematisch erarbeitet und eingeübt.

5. Gegenaustausch:
Die polnischen bzw. irischen Jugendlichen kommen zu einem 3-monatigen Gegenaustausch nach Deutschland. Die inhaltliche Gestaltung dieses Austausches findet in Absprache mit dem transnationalen Partner statt.


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Durchführende Träger


RE/init e. V. Bildungszentrum des Handels Recklinghausen e.V.

kofinanziert durch


Jobcenter Kreis Recklinghausen

Integration durch Austausch Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäischer Sozialfonds (ESF) für Deutschland Europäische Union
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